Stiftungen der Stadt Wunsiedel

Die Stadt Wunsiedel verwaltet gegenwärtig drei Stiftungen:

Die Hospitalstiftung

Max Clarner´sche Stipendienstiftung Wunsiedel

Wunsiedler Bürgerstiftung

Die Hospitalstiftung

Die Gründung der Hospitalstiftung geht auf das Jahr 1449 zurück. Stifter war der in die Geschichte als oberfränkischer Fugger eingegangene Wunsiedler Kaufmann Sigmund Wann. Stiftungszweck war ein „Spital und Bruderhaus für zwölf schuldlos verdorbene, hausarme Männer“. Nach Sigmund Wanns Tod ging durch Testament die Verwaltung des Hospitals in die Hand der Stadt Wunsiedel über.

Mit Entscheidung vom 17.12.1942 erließ der Bürgermeister der Stadt Wunsiedel eine Satzung, in der die sog. Hospitalstiftung als eigene Rechtspersönlichkeit ausgewiesen und ihr Zweck mit der Errichtung und Unterhaltung eines Altersheims in Wunsiedel angegeben wurden. In der vom Stadtrat Wunsiedel beschlossenen Stiftungssatzung vom 26.01.1962 wird der Stiftungszweck mit „Aufnahme und Versorgung von würdigen, bedürftigen Bürgern der Stadt Wunsiedel im Hospital (Altersheim) der Stiftung sowie….Gewährung von Unterstützungen“ festgelegt.

Seit der Umgestaltung des Hospitalkomplexes zum Fichtelgebirgsmuseum ab Anfang der 1970er Jahre wurde der Stiftungszweck dadurch verwirklicht, dass im städtischen Anwesen Jean-Paul-Platz 1 bis zu sechs Zimmer angemietet und zu sozial verträglichen Mietpreisen an alte Menschen vergeben wurden.

Durch Neufassung der Stiftungssatzung im Jahre 1996 wurde der Zweck der Hospitalstiftung Wunsiedel wie folgt festgelegt:
Die Stiftung fördert die Altenhilfe. Sie verfolgt damit ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
Der Stiftungszweck wird insbesondere durch die Bereitstellung von Wohnungen, die den Bedürfnissen der alten Menschen entsprechen, verwirklicht.


Tätigkeit der Stiftung

Neben den reinen, routinemäßigen Verwaltungsarbeiten ist es wesentliche Aufgabe der Stadt Wunsiedel, das Vermögen der Hospitalstiftung in seinem Bestand dauernd und ungeschmälert zu erhalten und im Sinne des Stiftungszwecks einzusetzen.

In Erfüllung ihres Zweckes hat die Hospitalstiftung Wunsiedel 1996 sieben Eigentums-wohnungen in der Seniorenwohnanlage „Am Katharinenberg“ und 2000 drei Eigentums-wohnungen in der Seniorenwohnanlage „St. Elisabeth“ erworben. Im Jahr 2003 wurden weitere drei Eigentumswohnungen in der Seniorenwohnanlage „St. Elisabeth“ erworben. Der Wohnungsbestand der Hospitalstiftung im Sinne des Stiftungszwecks umfasst damit gegen- wärtig 13 Wohnungen, die an ältere, teilweise pflegebedürftige Personen vermietet werden. Die Nachfrage nach diesen Wohnungen mit Betreuungsmöglichkeit ist sehr gut.

Daneben hat die Hospitalstiftung Wunsiedel noch umfangreichen land- und forstwirtschaft-lichen Grundbesitz als sogenanntes Grundstückvermögen. Das Grundstockvermögen soll wie in den vergangenen mehr als 500 Jahren auch in Zukunft langfristig den Bestand der Hospitalstiftung sichern. Ziel der Stiftungsverwaltung ist es daher weiterhin, dieses Grundstockvermögen durch Grundstücksgeschäfte zu vermehren.

  

 

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Max Clarner´sche Stipendienstiftung Wunsiedel

Herr Max Clarner hat am 21.03.1918 per notariellem Testament die Stadt Wunsiedel als Alleinerbin eingesetzt.

Dabei hat er verfügt, dass die Stadt Wunsiedel aus den Reinerträgen des Gesamtnachlasses alljährlich einem „gut begabten“, jedoch bedürftigen Schüler der Realschule zu Wunsiedel ein Stipendium von 200 „Mark“ gewährt. Die Auswahl des betreffenden Schülers hat im Benehmen mit dem Realschulsekretariat zu erfolgen.

Bei der Max Clarner´schen Stipendienstiftung handelt es sich um eine öffentlich rechtsfähige Stiftung, welche von der Stadt Wunsiedel verwaltet wird.

Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke durch Gewährung von Stipendien an würdige und bedürftige Studierende sowie Förderung allgemeiner schulischer Belange und zwar in erster Linie solche der Oberrealschule Wunsiedel (jetzt Gymnasium).

Es wurde am 26.01.1961 eine dementsprechende Stiftungssatzung erlassen, die nach einer Änderung zum 27.04.1962 bis heute so fortbesteht.

Es wird jährlich ein Geldbetrag – zuletzt 500 € - an einen vom Gymnasium ausgewählten Abiturienten ausgezahlt.

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Wunsiedler Bürgerstiftung


Bürgerstiftung startet mit 10 000 Euro

17.10.2009 / Frankenpost
Kategorie: FW Presse

Inhalt:

Wunsiedel - Mit einem Startkapital von 10 000 Euro legt die Bürgerstiftung im November los. Die Gründung einer solchen Einrichtung verfolgt die Stadt nunmehr schon seit drei Jahren, jetzt fehlen nur noch ein paar Formalien. So soll zum Beispiel in der Stadtratssitzung im November der Stiftungsrat bestimmt werden. Neben Bürgermeister Karl-Willi Beck werden diesem Gremium zwei Stadträte und zwei honorige Bürger angehören. Der Rathauschef könnte sich gut vorstellen, dass diese Bürger auch die Köpfe werden, die für diese Stiftung stehen und werben.

Wozu eine Bürgerstiftung? Ziel ist es, damit einen möglichst großen Personenkreis anzusprechen, der sich bereit erklärt, Geld für das Gemeinwohl zur Verfügung zu stellen. Aus diesem Grund wurde der Stiftungszweck sehr weit gefasst. Der geht von der Jugend- und Altenpflege über Kunst und Kultur, Denkmalschutz und Denkmalpflege über Tierschutz und Sport bis hin zur Heimatpflege und Heimatkunde. Mehr noch: Die Wunsiedler Bürgerstiftung wird alle Ziele der Stiftergemeinschaft der Sparkasse Hochfranken umfassen (siehe Info-Artikel).

"Ich habe nicht nur die Hoffnung, sondern ich richte die Bitte an alle Bürger, dass sie entsprechend ihren finanziellen Möglichkeiten unserer Stiftung etwas Gutes zukommen lassen", sagte Bürgermeister Beck der Frankenpost.

In Wunsiedel hat man mit der Clarnerschen Stiftung und vor allem mit der von Sigmund Wann ins Leben gerufenen Hospitalstiftung gute Erfahrungen gemacht. Auch bei der neuen Bürgerstiftung setzt die Stadt auf Nachhaltigkeit. Beck zeigte sich überzeugt davon, dass das Kapital der Stiftung rasch anwachsen werde. Ohne übertrieben Erwartungen verfolgen zu wollen, hält Beck eine Summe von einer Million Euro als Stiftungskapital für nicht unrealistisch. Dazu gelte es aber auch, die Werbetrommel für diese Einrichtung zu rühren.

Vielen ist nämlich bislang die Funktionsweise einer Stiftung nicht geläufig. Das sogenannte Dotationskapital (Startkapital) wird nicht angetastet. Zur Auszahlung kommen stets nur die Erträge. Mit Zustiftungen über 200 Euro kann das Kapital der Einrichtung erhöht werden. Bei größeren Geldbeträgen kann der Spender auch einen ganz bestimmt Zweck, für den sein Geld verwendet werden soll, bestimmen. Der Wohltäter gründet damit gleichsam eine Unterstiftung. Spenden bis 200 Euro kommen zusammen mit den Ertragsausschüttungen zur Ausbezahlung. Erfahrungen anderer Kommunen zeigen, dass es immer wieder Bürger gibt, die eine solche Stiftung als Erbe einsetzen. Oder: Firmen, die gute Geschäfte in der Stadt machen, spenden einen Betrag. Es gibt also unendlich viele Möglichkeiten, eine derartige Einrichtung mit frischem Kapital anzufüttern. "Jeder Cent kommt dem Gemeinwohl unserer Stadt zugute", betonte Beck.

Nach einer Anlaufzeit wird es die erste Auszahlung wohl im Jahr 2011 geben, die weiteren Ausschüttungen folgen dann jährlich.

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