08.04.2020
10:42 Uhr

Die Stadt Wunsiedel und die Festspiele verhalten sich in der Corona-Krise verantwortungsvoll und agieren mit viel Augenmaß


Die Corona-Pandemie hat uns aktuell so stark im Griff, dass nahezu alles andere untergeht. Wir stellen auch eigene, menschliche Befindlichkeiten zurück und jeder kann sich darauf verlassen, dass regiert und gehandelt wird“, so Karl-Willi Beck, Erster Bürgermeister der Festspielstadt Wunsiedel.

Gleiches gilt für die Luisenburg-Festspiele, für die Mitarbeiter, Künstler und Kreativen sowie die Dienstleister der Festspiele. Seit Wochen schon beobachten Birgit Simmler, die künstlerische Theaterleiterin, und Harald Benz, der kaufmännische Theaterleiter, zusammen mit den politischen Verantwortlichen der Stadt sowie den Fördergebern - dem Freistaat Bayern, dem Bezirk Oberfranken und dem Landkreis Wunsiedel - die Lage und wägen die Konsequenzen ab.

"Da sich die Situation nahezu täglich ändert und die Entwicklungen schwerlich vorauszusagen sind, müssen wir auf Sicht fahren", so der Erste Bürgermeister zu den neuesten Meldungen. Die Passionsspiele Oberammergau und die Festspiele in Bayreuth sind verschoben worden. Somit findet in diesem Jahr dort nichts statt – aber die erworbenen Karten sollen ihre Gültigkeit behalten.

Die Arbeitsgemeinschaft der 10 Festspielorte, zu denen die Luisenburg-Festspiele gehören, hat den Vorteil, dass ohne größere Schwierigkeiten das Osterferienende abgewartet werden kann. Danach wird entsprechend der neuen Vorgaben des Freistaates Bayern entschieden.

Birgit Simmler betont: „Die Gesundheit von Publikum und Künstlern muss vor allem anderen stehen.“ So ist ein verantwortungsvoller Probenbetrieb nur dann möglich, wenn die zurzeit geltenden Vorschriften hinsichtlich des Abstandsgebots und der Quarantänebestimmungen wesentlich gelockert würden. "Aber gerade unsere großen Eigenproduktionen sind probenintensiv und erfordern künstlerische und menschliche Nähe, die mit den gegenwärtigen Restriktionen nicht herzustellen sind", so Frau Simmler zum Thema Proben und Inszenierung.

Harald Benz hebt den Aspekt hervor, dass unser Publikumsraum knapp 1.900 Menschen fasst; somit können wir auch nur dann spielen, wenn große Veranstaltungen wieder erlaubt sind.

Die Stadt und die Luisenburg-Festspiele Wunsiedel verfolgen deshalb mit den Verantwortlichen im staatlichen Gesundheitswesen sowie den Fördergebern, genauestens die Entwicklung der Pandemie. So kann im Moment noch niemand sagen, in welchem Umfang die Spielzeit 2020 überhaupt stattfinden kann. Deshalb werden hinter den Kulissen abhängig von den Entwicklungen der nächsten Wochen Szenarien entwickelt, unter welchen Umständen noch gespielt werden kann, sei es auch verkürzt oder reduziert. Dabei ist es unser Ziel, dass bereits erworbene Karten ihren Wert behalten.

Der Stadtrat wird in seiner Sitzung am 23.04.2020 die endgültige Entscheidung fällen, wie sich der Spielbetrieb 2020 der Festspiele gestalten wird.

"Sofern uns die Zuwendungsgeber der Festspiele – primär der Freistaat Bayern, das Kultusministerium von Staatsminister Sibler, der Bezirk Oberfranken und der Landkreis Wunsiedel – und die Vorgaben des Gesundheitsamtes einen Entscheidungsspielraum lassen, werden wir den, im Interesse von Publikum und Theatermachern,  mit Bedacht und gegenseitiger Abstimmung, verantwortungsvoll wahrnehmen, das versteht sich von selbst", so Karl-Willi Becks Resümee zur aktuellen Lage in Wunsiedel. "Jetzt geht es vor allem darum, dass niemand zu Schaden kommen möge und wir alle diese Krise wohlbehalten überstehen werden. Bleiben wir alle gesund!"


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